![]() |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
![]() |
||||||||||||||||||||||||||||||
All
of the Reviews from January - December of the year 2004. Rating:
5/10 Cursed "One" CD (Deathwish Inc.)
Schon
vor dem ersten Hören fällt das schöne Design des Digipacks
auf, einfach aber dennoch hochwertig gestaltet, und das dazugehörige
Booklet krönt fast noch die Aufmachung. Cursed ist die Band von
Sänger Chris Colohan, der vielen von The Swarm, Ruination und Left
For Dead bekannt sein dürfte. Cursed spielen dreckigen und metallischen,
rohen und brutalen Hardcore. Die 11 Tracks sind meist zügig, die
Vocals angepisst und deutlich noisig. Ein Highlight der CD ist sicherlich
"How Great Things Happen When You Give Up Hope", ein schweres
Instrumental mit allerlei Einflüssen, welche fast schon in Ambient
Gefielde abdriften, und die Stimmung von epischen Neurosis Stücken
haben. Neben Vergleichen zu Neurosis, His Hero Is Gone oder den Schweden
Nine, kommen einem ebenso alte Entombed und ihr "Deathrock",
sowie die Melvins in den Sinn. Denn die Songs der aus Toronto, Kanada
stammenden Band sind wahrlich monströs, punkig - gewaltätig
und voller zerstörender Kraft. Ein grossartiges Album! Ihr Können will ich den Jungs ja nicht absprechen, aber leider ist diese Musik nicht so mein Fall... Dies ist, nach der Debut MCD, das erste volle Album von A Traitor Like Judas. Musikalisch hat man sich wütendem, meist zügigem Metalcore mit vielen Breaks, Mosh und melodischeren Gitarren, verschrieben. Auch der Sänger variiert mit seiner Stimme zwischen wütendem Geschrei, eher Death Metal lastigeren Parts und Melodie. An der Produktion gibt es nichts auszusetzen: Alle 9 Tracks sind sauber eingespielt und solide produziert. Einzig der Mix des Schlagzeugs hätte etwas differenzierter ausfallen können. Ob A Traitor Like Judas mit ihrem Sound jedoch aus der so oft vorhandenen Mittelmäßigkeit dieses Genres herausstechen, mag ich nicht beurteilen. Sicher, dieses Album ist ein Brecher, aber mir fehlt letztendlich, obwohl die Band versucht abwechslungsreich zu klingen, einiges an Abwechslung in den Songs. – Anspieltip: "New Sons of Babylon" Rating:
6/10 Eigentlich
wäre das ein gutes Album, allerdings gehen die besseren Momente
dieser Platte durch die, meiner Meinung nach, schlechte Produktion verloren.
Denn entweder klingt das Schlagzeug zu metallisch oder Stimme ist zu
"noisig" und "knisternd" abgemischt. Einzig die
Gitarren klingen in den ruhigen, akustischen Momenten so, dass es passt. Rating:
6/10 Eigentlich
sollte diese Split 7" schon vor fast einem guten ¾ Jahr
erscheinen, aber nun gut hier ist sie endlich. Blindspot a.d. präsentieren
uns hier 4 weitere, auf ganzer Linie überzeugende, Kracher im Stile
ihres letzten Albums "Knowledge Vs. Fear": zügiger, grindender
Metalcore, metallisch und wuchtig. Besonders der cleane Gesang in "At
the End" überzeugt. Die Songs stammen wohl aus den Aufnahme
Sessions zum letzten Album. Das Artwork zur Blindspot a.d. Seite sieht
sehr cool aus, mit Masken etc. Es passt zum Titel "Von Akteuren
und Statisten". Gemacht natürlich vom Meister, André
Liegl. Rating:
7.5/10 Ich
weiß nicht, viele werden mir sicher widersprechen, aber ein neues
Album wird mir nur schlüssig präsentiert wenn ich die gesamte
Platte, also inklusive kompletten Artwork vorliegen habe. Leider kommt
diese CD zur Rezension in einem, sagen wir mal, schlichten "Pappschuber",
auf dem neben lächerlichen Dingen wie "This CD... must be
returned on demand" nur die Tracklist steht. Kann ich nicht so
viel mit anfangen, sorry. Rating:
5.5/10 Ok, das hier ist definitiv nicht meine Welt, deswegen will ich diese Rezension etwas kürzer halten. End of Days kommen aus dem Ruhrpott und spielen genau die Mucke die man braucht um in der härtesten Ecke Deutschlands (ha ha!) zu überleben: fieser metallischer Metalcore mit Death Metal Einflüssen, der Fans von Merauder, All Out War oder auch Htebreed durchaus gefallen kann. Das gesamte Album ist mir auch wesentlich zu metallisch produziert, jedoch hält die aggressive Stimme des Shouters irgendwie dagegen. Drei der fünf Jungs haben zuvor bei Surface gespielt und direkt nach dem Ende der Band im Sommer 1999 End Of Day gegründet. Für den Pott wahrscheinlich das Richtige, für mich leider nicht. 6 Songs in 22 Minuten. - Rating:
4/10 Wow, mit "Dancing" liefern Harkonen eine unglaublich frische und druckvolle neue MCD ab, die sogar um Längen besser ist als ihr letztes Album "Shake Harder Boy". Außerdem, wer hätte gedacht, dass die Jungs auf Initial Records landen, und nicht weiterhin über Hydra Head veröffentlichen. Die 5 "Art Rock Hard Rock" Songs hat kein geringerer als Jack Endini produziert. Woher man den Mann kennt? Nun, die Liste ist lang: u.a. Nirvana, Mudhoney, Murder City Devils, Soundgarden, Melvins und viele mehr. Die CD kommt im Digipack und für dessen Aufmachung wurden Live Bilder verwendet. Auf dem Backcover der CD noch folgender Hinweis der Band: "Throw beer at us". Yeah! Rating:
8.5/10 Ken Mode haben mich erst nach dem zweiten Durchlauf mit ihrem, Achtung Band Zitat, "Mammoth Metallic Noise Rock" in ihren Bann gezogen. Diese Beschreibung des aus Winnipeg, Canada stammenden Trios bringt es auf den Punkt: dort wo andere Bands oft Schwäche zeigen, gelingt es Ken Mode wunderbar ihre technischen Fähigkeiten auszubauen und um Art/ Math Rock Facetten gekonnt zu ersetzen. Definitiv ein Platte die erst nach mehreren Durchläufen wächst und ihre wahre Grösse offenbart. Komplexe Riffs, wenige melodische Gitarrenlines und ein frustriert klingender Sänger, arbeiten sich wütend und voller Power durch die 9 Tracks. Ken Mode schaffen zu dritt die Mischung aus Metal, Hardcore und Noiserock, die andere Bands oft nur zu fünft schaffen. Will sagen, "Mongrel" ist ein ziemlich fettes Geschoss. Für das Artwork ist Aaron Turner (Isis, Hydra Head) verantwortlich, ich würde es nicht als überragend bezeichnen, aber sieht ganz nett aus. "Mongrel" kann ich uneingeschränkt zum Kauf empfehlen, weiter so Jungs! Rating:
8/10 Mit diesem neuen Album haben Keelhaul wieder einmal alles richtig gemacht. Die ganze Platte strotzt nur so vor Spielfreudigkeit, Dynamik und Ideenreichtum. Was vielleicht schnell auffällt ist, dass Keelhaul im Vergleich zum Vorgänger etwas melodischer geworden sind, aber das steht ihnen gut und macht die Platte auch ein wenig zugänglicher als die letzten Platten. Auf einen Nenner bringen lassen sich Keelhaul immer noch schwer, denn wirklich vergleichen kann man die Band nur schwer. Gesang gibt es wenig, nur hin – und wieder einmal um die den entstehenden Klanglandschaften mehr Ausdruck und Tiefe zu verleihen. Begriffe und Namen wie Black Sabbath, 70's Prog Rock, etwas Doom Metal und "Math Metal" fallen einem im Zusammenhang mit Keelhaul ein – von Black Sabbath der Groove und letzterer Begriff als Synonym für komplexe Rhythmen und talentiertes Herangehen an abstrakte Melodien. Die Platte kickt, heizt wie ein Truck über den Highway, dreht um, fährt walzend über einen staubigen Feldweg, macht wieder kehrt und bolzt durch erneut den Highway herunter. Keelhaul haben tonnenweise Groove, jeder Song klingt so locker und schnell von der Hand gespielt, zeugt von grossem Songwriting und technischem Können, das nicht unbedingt an Grenzen gebunden ist. Mit "Subject To Change Without Notice" schleudern sich Keelhaul eindrucksvoll wieder auf eine neue Ebene und legen die Meßlatte deutlich höher. Ein grossartiges Album! Anspieltips: "Driver's Bread", "HMG". Rating:
9/10 Dieses Album hat mich überrascht, denn irgendwie hätte ich nicht erwartet, dass sich hinter diesem Namen eine so gute Platte verbirgt. Das Trio Kitchens + Bathrooms kann man getrost mit Begriffen wie "Art Rock" oder "Math Rock" geschickt umschreiben. Die Band beherrscht das Spiel zwischen abgehackten Rhythmen, Melodie und sehr ruhigen leisen Parts. Streckenweise erinnern mich Kitchens + Bathrooms etwas an Fugazi, auch der Gesang klingt ab und wann so. Die Produktion ist gelungen, denn sie bringt eben dieses Spiel von schönen Melodien und Dissonanz. Auch das Artwork geht in Ordnung, insgesamt eine in sich stimmige und schöne Platte. 11 Songs in über 43 Minuten. - Rating:
8/10 Abgesehen vom schlechten Namen und doch auch super miesen Aufmachung der CD, eine sehr coole Scheibe, die sich schlecht auf einen Nenner bringen lässt. Look What I Did können MTV tauglichen Pop spielen, aber den Hörer auch mit stumpfen, brutalen Rhythmen "schocken". Mich erinnert die Spielfreudigkeit und das ständige experimentelle hin und her wechseln zwischen verschieden Stilen ein bißchen an New York's Neck, die von der Machart der Songs eine ähnliche Vorgehensweise hatten wie Look What I Did. Schwer zu beschreiben irgendwie, denn es ist sicherlich kein Hardcore, kein Metal, kein Nu-Metal, kein Rock, kein Jazz, kein Funk und eben Pop auch nicht... aber irgendwie von allem etwas und das recht eigenständig. Musikalisch wirklich cool, und textlich Satire pur. Die Jungs könnten eine grosse Zukunft vor sich haben, verdient hätten sie es allemal. - Rating:
8/10 Losigall haben sich im Laufe des letzten Jahres gegründet und legen mit diesem Demo ihr erstes Lebenszeichen vor. Leider ist dieses Lebenszeichen im Ergebnis doch sehr schwach geraten. Jungs, da steht einiges an Arbeit ins Haus! Losingall sehen ihre Wurzeln im Punk, Metal und Hardcore. Musikalisch würde ich das Hardcore nennen. Brutal und roh, aber leider sehr eintönig und langweilig. Die Drums sind außerdem zu weit in den Vordergrund gemischt. 3 Songs in knapp 9 Minuten. - Rating:
3/10 Gleich zu Anfang der dezente Hinweis, dass mir die amerikanische Hip-Hop Gruppe Madcap, die es vor einigen Jahren gab, wesentlich besser gefallen hat. Ist das jetzt die Mucke mit der Tony Victory nun versucht Geld zu machen!? Madcap spielen netten & flotten melodischen Punk Rock, der etwas nichtssagend wirkt, aber nun gut. Ab und wann kann man auch ein paar Dub und Reggae/ Roots Einflüsse raushören, welche die Platte wesentlich interessanter und facettenreicher erscheinen lassen. Als CD-Rom Extra ist noch ein Bonustrack, sowie Studio Zeugs enthalten. Außer für Fans von englischem Punk wie The Clash, Heartland Rock und 80's Rock wie Elvis Costello oder The Police auf alle Fälle auch interessant für Hörer von Less Than Jake, Rancid oder Blink 182. Denn Madcap spielen sicherlich in der selben Liga. Der Titeltrack ist mein Anspieltip. - Rating:
6.5/10 Zugegeben, Mental haben mich doch überrascht, denn normalerweise kann ich mit diesem Old School Straight Edge Zeugs nicht mehr so viel anfangen. Was ich hier jedoch höre gefällt mir wirklich gut. Vor allem liegt das wohl an der markanten, einzigartigen Stimme des Sängers und an der vergleichsweise "dichten" Produktion. Die Musik ist straighter Hardcore mit ein paar Punk Einflüssen dann und wann. Als Einflüsse der Band würde ich vielleicht Underdog und Supertouch nennen, von letzteren wurde auch "Searchin' for the Light" gecovert, dass am Ende der MCD zu hören ist. Außerdem ist als Bonus noch die "And You Know This" 7" enthalten. Wahrscheinlich damit man auf ein bißchen mehr Spielzeit kommt. Die Songs der 7" sind etwas schwächer (Bass) und die Stimme des Sängers ist auch wesentlich schwächer und "matschiger" abgemischt. Die Aufmachung der MCD ist gelungen und humorvolle Lyrics haben die Jungs auch zu bieten: "To all the shit talkers, get a load of this, We're fuckin' Mental, don't try and dis! If you think this is dumb, we're just getting' started, We're fuckin' Mental, we might be retarded!" Anspieltips: "History 101", "Idiotic". Rating:
8/10 Pelican "Australasia" CD (Hydra Head Records) Mit ihrem neuen Album haben Pelican alles richtig gemacht und sich im Vergleich zur ihrer Debut EP um Längen gesteigert. Pelican sind eine der Bands wo ich nahezu vergesse, dass man tatsächlich Instrumente hört und hinter diesen Menschen stehen. Denn "Australasia" ist wie so oft bei grossartigen und episch anmutenden Platten mehr ein Eindruck oder eine Reise auf die man sich begibt. Der Pelican um den es hier geht ist vielleicht auch nicht wirklich ein Pelican, sondern vielmehr ein riesiger, mächtiger Vogel der uns auf eine instrumentale Klangreise über Berge, durch Täler und weite Soundlandschaften ("Angel Tears") und schliesslich hinaus auf's offene Meer trägt ("Australasia"). Er zeigt uns wie mächtig Klänge und Musik sein können. Wie tief, dunkel und tonnenschwer - bedrückend es in manchen Klangtälern ("Drought") sein kann und was für einen weiten Blick man von einem hohen, einsamen Berggipfel hat ("Nightendday"). Zwischen all den Eindrücken bleibt dennoch Zeit sich zu besinnen ("Untitled"), um das zu ordnen was auf einen da an Erlebnissen einströmt. Episch und majestätisch schön tut sich da einem eine beeindruckende Welt der Klänge auf ("GW"), die wirklich mit aller Präzision und Feingefühl für Melodien umgesetzt wurde. 6 Songs in 50:20 Minuten. - Rating:
10/10 Premonitions Of War sind wieder so ein Fall, wo ich mich nicht wirklich entscheiden kann, ob ich ihr Album nun richtig gut finde oder nicht. Ist auch schwer zu sagen, denn diese Platte droht auch beinahe im Durchschnitt unterzugehen. Gut, die Musik ist voller chaotischer Grindattacken und bedrückender Schwere, also nicht der typische Metalcore, aber schon nach den ersten fünf kurzen Tracks sehnt man sich nach Abwechslung. Irgendwie ist das Gebolze zu einseitig. Da gefallen mir Bands wie Burnt By The Sun, die in ihren frühen Platten ähnlich klingen, doch etwas besser. Erst mit dem siebte Track ändert sich etwas: "Cables Hum Overhead" ist ein noisiger, zerfahrener, schwerer Brocken mit Electronics zeigt Facetten die dem Album gut tun, und noch ruhig weiter ausgebaut werden könnten. Außerdem sticht der Song "The Octopus" aus den anderen heraus, denn er hat mächtig Groove, fast schon etwas 70's Rock like, mit einer ordentlichen Portion Sludge. Das Artwork und Design des Albums stammt von Aaron Turner und sieht zwar ansprechend aus, gehört aber sicherlich zu Turner schwächsten Arbeiten. Es wirkt, wie der Gesamteindruck der Platte: einfach etwas zu langweilig. Dennoch, es würde nicht allzuviel brauchen und Premonitions Of War wären ordentliche Krachspezialisten. So muss man in der richtigen Laune sein, um das zu geniessen was man hört. - Rating:
7.5/10 Rammer kommen wohl kommenden Herbst in unsere Lande auf Tour und deswegen wurde ich um eine Rezension gebeten. Nun, Rammer kommen den weiten Weg aus Toronto, Canada und spielen rippenden Thrash metal mit einem Schuß Death Metal. Die Band besteht aus Leuten von so illustren Bands wie Left For Dead, Union of Uranus und Chokehold. Ich mag alle 4 Songs durchweg, und der Sound hat auch irgendwie von der Produktion her etwas punkiges. Also nicht so schlecht... und die Solis rocken auch! Rating:
7/10 Savin Throw spielen schönen, modernen und melodischen Hardcore, der mich von der Gitarrenarbeit und vom stimmungsvollen Gesang her, stark an Shai Hulud oder frühe Poison The Well erinnert. Allerdings klingen Saving Throw keineswegs wie eine Kopie ihrer "grossen Brüder". Im Gegenteil, das ganze Album wirkt dynamisch und kraftvoll, auf einer soliden Eigenständigkeit aufgebaut. Das einzige Manko, das sich beim durchhören auftut, ist (trotz des instrumentalen "Shades of Gray") die Ähnlichkeit der Songs. Ich denke hier liegt auch die Schwäche von Saving Throw. Ansonsten macht die CD Spaß. 10 Songs in etwas über 32 Minuten. - Rating:
6.5/10 Orange County Bands kommen diesmal nicht ganz so gut weg fürchte ich (siehe Stand & Fight), denn Scars Of Tommorow zu rezensieren langweilt mich ehrlich gesagt doch etwas. Wieder ein Metalcore Act auf Victory, aber was Scars Of Tommorow von vielen Bands dieses Genres doch unterscheidet, ist der Hang zu chaotischeren Songstrukturen, aber auch die Brutalität von Bands wie Hatebreed oder Atreyu höre ich heraus. Der Gesang ist manchmal clean und gesungen, es kommt sogar teilweise ein Linkin Park Gefühl auf, mit dem ich aber logischerweise nix anfangen kann und mag. Für mich ist das grösste Manko der CD der Gesang, denn der will mir ob clean gesungen oder rauhes Geschrei nicht gefallen. Den Sound finde ich gar nicht mal so übel, metallisch und schön noisig. Die Produktion ist in Ordnung, und mit Kurt Ballou von Converge hat man sicherlich auch die richtige Wahl getroffen und einen produzenten gewählt, der weiß was er macht und wie er eine Band gekonnt in Szene setzt. Wer immer noch nicht genug hat von Metalcore, kann sich ja hiermit mal beschäftigen. Für mich geht die Band jedoch klar im Meer der mittelmässigen Metalcore Bands unter. - Rating:
5.5/10 Lange hat es nun doch gedauert bis das neue Album fertig war, aber das Warten hat sich gelohnt. Denn Shortage haben Durchschlagkraft: die Songs klingen roh, brutal und relativ metallisch. Mir ist die Produktion, vorallem an den Drums, ein wenig zu clean und metallisch geraten. Streckenweise klingen leichte Earth Crisis Einflüsse durch, die den Songs aber gut stehen und noch mehr Wucht verleihen. Der eintönige, aggressive Gesang erinnert ebenfalls an Karl Buechner von Earth Crisis. Ich mag diese fette metallische Hardcore Wand! Das Artwork ist auch weitgehend gelungen, alle Texte dabei und klar, was ist bei dieser Band aus der Hauptstadt auf dem Cover? Ganz klar, unser schönes Berlin! Rating:
6.5/10 Stand & Fight spielen leider Songs die heute niemand mehr braucht, denn es fallen mir genug Bands aus Kalifornien ein, die das in der Vergangenheit besser und vor allem mit mehr Leidenschaft getan haben: Uniform Choice, No For An Answer, Insted etc. Da hilft es auch nicht so viel, dass in der Band ehemalige Leute von Ten Yard Fight, Carry On,No Reply und Collision spielen. Die Songs an sich sind ja nicht einmal das Schlechteste, denn sie sind schnell und knallen ordentlich. Allerdings klingt die Stimme des Sängers im Vergleich zum Sänger von Mental (sind auch auf Bridge 9) nur langweilig und drucklos. Die ersten 6 Songs sind neue Songs, traditioneller Hardcore kurz und schmerzlos würde ich das nennen. Die restlichen 6 Songs sind das "Impact 2002 Demo", dessen Songs etwas rauher und ungehobelter klingen. Die CD kommt im Digipack und die Aufmachung ist Cliché-mässig. - Rating:
5/10 Steel Rules Die kenne ich schon von ihrer Split MCD mit Winter In June, wo ihre Songs im Gegensatz zu diesem Album noch nicht ganz so ausgereift klangen. Steel Rules Sie spielen eine treibende Mischung aus powervollem Punkrock mit Old School Hardcore Einflüssen. Die Hardcore Einflüsse erinnern an Bands wie Reach The Sky, während das Gesamtbild eher an Bands wie Hot Water Music oder Kid Dynamite erinnert. Gerade diese Mischung aus Hardcore und schwerem Punkrock ergibt das Bild einer Band mit solidem Können und Eigenständigkeit im Songwriting. Die Aufmachung der CD sieht ziemlich ansprechend aus, in braunen und kupfernen Farbtönen. Gestaltet wurde es von Jeremy Wabiszczewicz (was für ein Name!), der u.a. auch die Releases der Daughters gestaltet hat. 11 rockende Lieder in schöner Verpackung! Rating:
7/10 Swarm Of The Lotus sind eine kleine Überraschung, denn dieses über 50 Minuten dauernde Debut Album ist eine totale Dampfwalze und fährt den Hörer von Anfang an gegen die Wand. Oft habe ich Vergleiche mit Mastodon gelesen, aber sorry dagegen sind Mastodon fast schon ein Witz! Swarm Of The Lotus spielen mit ihrem super schweren Metal alles an die Wand. Die Jungs haben locker die Durchschlagkraft und die Wucht von Burnt By The Sun. Technisch geht man natürlich gekonnt zur Sache und pflügt sich durch die Songs nur so durch. Hardcore hat man in diesen fiesen Bastard natürlich auch fein eingewoben, und der Sänger der Band versucht gleich mal der krasseste dieses Genres zu sein, was ab und zu nicht ganz hinhaut. Er schreit sich super intensiv und aggressiv die Lunge aus dem Hals, aber ein wenig mehr Vielschichtigkeit würde ihm ganz gut stehen. Das gelungene Artwork lässt nicht unbedingt auf eine Band dieser Sorte vermuten, aber das Inlay hätte ruhig ein ganzes Booklet sein dürfen. Mich würde nicht wundern wenn Swarm Of The Lotus mit einer ihrer nächsten Platten auf Relapse Records landen würden, denn da passen sie auch perfekt hin. - Rating:
8.5/10 Für Tortuga Recordings eine eher ungewöhnliche Veröffentlichung, die es aber powermäßig in sich hat. Voll in die Fresse, voll auf die 12! Zuerst einmal besticht diese CD durch ein sehr cooles Artwork von A. Turner von Hydra Head, der wieder einmal ein in sich stimmiges und stylisches Artwork gezaubert hat. Neu sind diese 10 Songs nicht, wurden sie doch schon im Jahre 2002 auf dem englischen Indielabel Eccentric Man Records veröffentlicht. Der Unterschied zum damaligen Release sind das neue Artwork und zwei Bonustracks, außerdem ist noch CD-Rom Zeugs (Lyrics, Photos, Video) auf der Disc enthalten. Musikalisch geht's mit einem punkigen Mischmasch mit Black Flag Einflüssen und viel Motörhead zur Sache. Irgendwie erinnert mich die Stimme des Sängers an alte Sheer Terror Platten und Paul Bearer. Nicht ganz mein Terrain, aber es gefällt trotzdem! Rating:
7/10 Ganz klar, dies ist bislang die beste Veröffentlichung von Superhero Records aus Berlin. In den USA ist diese MCD auf Tribunal Records erschienen. Wer sich hinter der Band versteckt, dürfte sich inzwischen herumgesprochen haben: Jon Gula (Turmoil, Lick Golden Sky), Jeff Hydro (Turmoil) John Gardner (Sever The Fallen), James Dorward (Surrounded) und Chris Frey (Dragon Green). Auf der MCD sind 5 rockende und groovende Songs, die richtig "tight" produziert worden sind. Die Einflüsse kommen unverkennbar aus der Sludge/ Doom und auch Stoner Rock Ecke. Diese MCD ist sicherlich etwas für alle Entombed Fans. Alle Songs klingen fett, heavy und klar, die Stimme des Turmoil Sängers erkennt man. Aber das ist eher positiv als negativ zu bewerten. Manchmal kommt mir bei einigen der schweren Riffs voller Groove sogar Led Zeppelin und Coalesce in den Sinn. Wer Coalesce's Interpretationen von Led Zeppelin Songs kennt, weiß was ich meine... Anspieltip: "Purveyors of Bullshit" Rating:
7/10 Engineer
Records bringen in diesen Tagen die letzten Songs einer Reihe von guten
Bands heraus, zu diesen gehört auch diese Band, die sich nach einem
einfachen Schachzug benannt hat. "The Luzhin Defence" featured
die sechs finalen Stücke der Band. Die Songs wirken relativ einfach
gestrickt, aber um so emotionaler und verzweifelter kommen sie rüber.
Ich finde es nette Schreimusik, mit ein paar punkigen Ecken und Kanten
und Screamo Einflüssen. Insgesamt eine nette Veröffentlichung
und zum nebenher hören ganz gut geeignet. - Nach
dem durchhören dieses gelungenen Albums consider ich myself rocked
he he! Denn die 12 Ska/Punkrock Songs überzeugen mich und sorgen
weitgehend für gute Laune. Erschienen ist die CD dieser Berliner
Band auf dem neuen Punkrock Label Rockhit Records, welches sich der
Förderung von Punkrock Bands im weitesten Sinne. verschrieben haben.
Die Songs der Brainless Wankers sind eingängig und die Melodien
"fressen" sich schnell in den Gehörgängen des Hörers
fest. Neben schnellen Nummern gibt es auch poppigere Mid -Tempo Stücke,
die durch ihre Eingängigkeit neben den anderen Songs gut zu bestehen
wissen. Die äußere Aufmachung des Digipacks ist nicht ganz
mein Geschmack, es hätte etwas detail - verliebter ausfallen dürfen.
Als nettes Goodie ist noch ein Video zu (It's Gonna Be) All Riot enthalten.
- Endlich
ist das erste Album der Daughters auch in Europa erhältlich. Mit
Reflections Records hat man dann auch das richtige Label gefunden, nachdem
sich der Macher des Labels auf dem "Canada Songs" hier ursprünglich
herauskommen sollte, wegen den Songtiteln – und Texten etwas angestellt
hat. Schade für ihn, denn so ist ihm ein sagenhaftes Album durch
die Finger gegangen. Album ist vielleicht zu viel gesagt, da die neuen
Songs gerade einmal eine Spieldauer so um die zwölf Minuten haben.
Andererseits, wer erträgt länger die Songs der Daughters!?
Denn in der kurzen Spielzeit walzen die Töchter mit ihrem abgefahrenen
Sound alles nieder. Die elf Songs sind das totale Blastgewitter mit
flirrenden Gitarren, abgedrehtem kakophonischem Gekreische und kurzen
ruhigen Parts als Übergänge zwischen den Tracks. Die Texte
und Tracktitel sind gekonnt ironisch und Titel "My Stereo Has Mono
and So Does My Girlfriend" bringen mich schon zum schmunzeln. Letztgenannter
Titel ist von der ersten 7", die als Bonus mit auf die CD gepackt
wurde, wodurch sich eine sagenhafte Spielzeit von etwas über 15
Minuten ergibt. Das CD Booklet besteht aus schönem, dicken Papier,
das Design ist einfach und in Brauntönen gehalten. Alle Lyrics
sind abgedruckt. Mit diesem Album haben die Daughters aus Providence,
Rhode Island alles richtig gemacht und man darf gespannt sein, wie abgefahren
die Split Veröffentlichung mit den ähnlich abgedrehten Ex
Models wird! Auf
"Love The Music, Hate The Kids" covern Ensign ihre Lieblingssongs
Hardcore Songs, von Bands die massgeblichen Einfluss auf die Jungs hatten.
Die Idee ist zwar gut, allerdings schaffen es Ensign nicht mich zu überzeugen,
obwohl die Songauswahl aller erste Sahne ist. Auch das Coverartwork
der CD ist nicht wirklich gelungen. Wie auch immer, es werden folgende
Songs interpretiert beziehungsweise nachgespielt: Intro( Bad Brains),
Kids Don’t Follow (Replacements), I’ve Heard (Dag Nasty),
Anesthesia (Bad Religion), I’m Not A Loser (Descendents), Hurtin'
Crue (Descendents), Where's The Unity (Infest), Trial (Verbal Assault),
Say It! (Underdog), Protest And Survive (Discharge), Burning Fight (Inside
Out), Tied Down (Negative Approach), G.I. Joe Headstomp (Sick Of It
All), Telltale (Killing Time), Hatebreeders (Misfits), In A Free Land
(Husker Dü), We’ll Make The Difference (Instead), Off Target
(Christ On A Crutch) und I will Deny (Dwarves). Extra
Blue Kind spielen schönen poppigen Rock, mit fast schon Ohrwurm
tauglichen Melodien. Der Gesang ist sehr melodisch und emotional, alles
drei Songs auf "The Pill Bug Stories" sind geradlinig nach
vorne gespielt. Alle Songs sind Radio tauglich und gefallen sicher auch
einem grösseren Publikum. Die MCD ist noch um allerlei CD Rom Sachen,
wie Lyrics, Clips aus dem Studio und Photos, ergänzt. Die
fünf finalen Songs von Joshua strahlen eine hohe, von schönen
Melodien getragene, Emotionalität aus und überzeugen vollkommen.
Leider sind die Lyrics nicht abgedruckt, aber ich wüsste nur allzu
gerne von was da Dan Coutant singt. Ich gehe aber jede Wette ein, dass
seine Texte viel von Herzschmerz handeln. Die letzten beiden Tracks
sind Akkustik Stücke, die noch ruhiger und melancholischer als
der Rest sind. Die Aufmachung ist auch gelungen, schöne Farben
etc. Eine in sich stimmige, ruhige und schöne Platte die Joshua
hier präsentieren. - Absolut
super fette Platte (wenn man mal vom langweiligen Layout absieht), die
uns da One Dead Three Wounded um die Ohren hauen. Die Band kommt aus
Philadelphia uns spielt super kraftvollen metallischen Hardcore mit
schönen Gitarrenlines, welche irgendwie als ausgleichender Pool
in all der rohen Brutalität wirkt. Diese zehn Tracks rocken, und
das nicht zu knapp. Auf dem fünften Track der Platte namens "Ghost"
gibt es eine grandioses Gastspiel von Jon Gula (früher Turmoil,
jetzt The Kiss Of Death). In den Staaten ist "Paint The Twon"
über Lovelost Records zu beziehen. Burning Season Records bringen
weiterhin Releases auf den Markt, die immer abwechslungsreicher werden
und mehr Aufmerksamkeit verdient haben. Also, give it a try and check
it out. - Sieben
Songs in über 66 Minuten liefern die beiden französischen
Bands hier, die sich in Sachen Heaviness in nichts nach nachstehen.
Während Overmars ganz klar der Heavy Fraktion zugeordnet werden
können, gehen die vier Songs von Donefor mehr in Metalcore Gefielde.
Ihr Sound hat akustische Parts und "leichtere" Gitarrenlines,
Donefor wirken auf alle Fälle gängiger und vom Sound her mehr
Hardcore wie Overmars. Der Sänger klingt streckenweise wie Jon
von Turmoil. Der letzte Song, "My Black Turns Your Grey",
beinhaltet grossartige Ambient und Drone Soundscapes, mit verschiedenen
Klangspielen und Samples. Overmars bauen auch allerlei schwere Doom
Einflüsse in ihre Songs ein. Der knöcherne, tief gestimmte
Bass tut ein übriges, um eine Stimmung aufkommen zu lassen, die
man von Bloodlet oder Cult Of Luna kennt. Das Design erinnert mich irgendwie
an die 70'er Jahre , könnte von einem James Bond Movie sein, zu
sehen gibt es wie im Titel angedeutet einen Octopus, ansonsten sind
die Lyrics auf English und die Erklärungen dazu auf Französisch
abgedruckt. - Marillion
gibt es schon richtig lange, seit 1982 um genau zu sein, aber an mir
ging die Band bisher völlig vorbei. Dies ist mittlerweile das dreizehnte
Album. Schwer zu beschreiben wie Marillion klingen, auf jeden Fall sehr
atmosphärisch, dramatisch und emotional. Sie verstehen es bestimmte
Stimmungen und Regungen hervorzurufen, die mir entweder richtig tiefgründig
oder zu aufgesetzt erscheinen. Bei den Up-Tempo Stücken des Albums
kommen mir dann und wann U2 in den Sinn. In bestimmten Momenten erzeugen
Marillion Stimmungen die man von Radiohead oder Coldplay kennt. Allerdings
wirken diese Stimmungen bei den genannten bands weniger gezwungen und
generiert. Dafür gelingt es Marillion in Songs wie Don't Hurt Yourself"
ruhige rockende Melodien zu erzeugen, die schön dynamisch nach
vorne gehen. Marillion sind eine wirklich eigentümliche Band, diese
Eigentümlichkeit macht sie aber eben so interessant. - Unsere
französischen Nachbarn sind schwer im Kommen, so scheint es mir.
Denn mittlerweile gibt es fast ein Duzend französicher Band die
durch gute und interessante Musik auf sich aufmerksam machen. Außerdem
etablieren sich im Gegensatz zu Deutschland auch mehrere Bands mit "schweren"
Klängen. Metronome Charisma machen da keine Ausnahme, ihre Musik
ist eine wirklich mächtige und vertrackte Mischung aus Bands wie
Botch, Since By Man und Breather Resist. Ihr Sound ist chaotisch und
heavy, aber dennoch hört man auch einen Schuß "Emo"
im breiteren Sinne und noisigen "Screamo" heraus. Das Artwork
ist zurüchaltend und einfach, mit wenigen Graphiken und sonst ganz
in Schwarz gehalten. Ein gelungenes Album mit 14 Songs in 40:18 Minuten.
- Wieder
eine interessante und grossartige, komplexe Platte aus dem Herzen von
New York. Mezzanine~C14 spielen zerfahrenen und noisigen Post-Hardcore,
der ungehobelt und rauh wirkt. Der Gesang und das Geschrei klingt ebenso
noisig und zefahren, ist der doch meist verzerrt und schwer bearbeitet.
Schaut man auf die Einflüsse so höre ich leicht Shellac und
auch Boys Against Girls oder Clikatat Ikatowi heraus. Die Songs klingen
packend ungehobelt, ähnlich wie Unsane oder Jesus Lizard. Das noisige
an den Songs hat Stimmungen wie bei Deadguy oder schon Kiss It Goodbye.
Was aber bei deadguy und Kiss It Goodbye in den Songs heavy ist, ist
hier eine punkige Kante. Die Produktion ist in Ordnung, dürfte
teilweise vielleicht mehr Power haben, aber der punkige Garage Sound
hat definitiv seinen Charme und macht sich gut zu zerfahrenen Noise
Attacken und Nosie ist hier ganz klar das Stichwort. Die
Modern Day Urban Barbarians sind ein minimalistisch – experimentelles
Punk Duo aus Brooklyn New York. Ich denke die meisten würden so
was "Art Punk" nennen, denn es ist definitiv nicht das, was
man allgemein unter Punk verstehen könnte. Die Stimme des Sängers
erinnert mich etwas an Ian MacKaye zu Minor Threat Zeiten. Alle Songs
haben keine Gitarren, es kommen also alle Melodien vom Bass, was alles
irgendwie schräg und dissonant erscheinen lässt. Ich unterstelle
aber mal, dass dies defintiv Absicht ist. Wer auf Shellac und Sonic
Youth steht – zugreifen, der Rest die Finger weg! Denn dieser
abgedrehte Punk Noise ist ganz und gar nicht Mainstream tauglich. Die
Produktion klingt sehr 80'er Garage mässig. Das Design ist gelungen
und schön aufgemacht, passt definitiv zur Klangwelt der Jungs.
Die Modern Day Urban Barbarians sind wirklich ein Klangerlebnis für
sich, und man braucht etwas Zeit um sie gut zu finden. Hier
fackeln vier Engländer ein noisiges Metalcore Inferno ab, wie es
sonst nur Converge, The Dillinger Escape Plan etc. tun. Mir gefallen
die sechs Songs ziemlich gut, besonders im zweiten Track, "Alban
Mount" kommt in den ruhigen Teilen vom hohen Gesang her, fast schon
ein Mike Patton Feeling auf, wird es dann brutaler, erinnert mich der
Song etwas an Isis. Der Drummer der Band hat zuvor in einer Acid Jazz
Combo gespielt, was man streckenweise an den jazzigen Parts auf jedenfall
heraushören kann. Das Ganze ist metallisch und ziemlich heavy produziert
und sollte also jedem Fan von schweren wie auch noisig – metallischen
Bands gefallen. Die atmosphärischen Parts wirken tief und haben
etwas ausgleichendes zu den grindigen Speed Parts wie in "Gala
Contemplating". Tool und der knöcherne Sound der Deftones
kommt mir auch noch in den Sinn. Die Aufmachung der CD ist so na ja,
düstere Aufmachung, aber nicht unbedingt jedermanns Sache. Nine
Days To No One haben mich definitiv überrascht und Engineer Records
führen ihre Reihe von Qualitätsveröffentlichungen gekonnt
weiter. Also,
dieses neue Album von Remembering Never ist eine riesen Steigerung zu
"She Looks So Good In Red" und katapultieren sich mit diesem
dicken Bastard aus wuchtigen Hardcore und Metal in die oberen Gefielde
des Metalcore Genres. Alle 10 Songs strahlen eine unglaubliche Wut und
Frustration aus, das es sich gewaschen hat. Zeitweise verliert das Album
etwas an Abwechslung, aber wie so oft bei solchen Platten: man muss
in der richtigen Laune und Stimmung sein, dann stört man sich an
etwas Eintönigkeit nicht. Was auch positiv zu bewerten ist, sind
die Erklärungen zu den Lyrics. Man sieht Remembering Never gehen
bedacht zu Werke. Textlich geht es um viele politische und gesellschaftliche
Themen, aber es wird auch mit dem Thema Religion abgerechnet. Das dunkle
Artwork mit viel Blut und allerlei Strängen rundet dieses interessante
Album ab. - Dies dritte Album von Rydell ist leider ihr Abschiedsalbum und damit verabschiedet sich einer der besten Emo Bands, die oft mit den rauheren Bands des Genres wie Hot Water Music verglichen wurden. Die Musik ist leidenschaftlich mit viel Power, und das zieht sich durch die ganzen elf Songs. Die ordentliche Portion Hardcore wird in den teils geschrienen Vocals deutlich und erinnert mich teilweise an Steel Rules Die, die auch schon auf Engineer Records veröffentlicht haben. Am Ende der CD gibt's noch ein Cover von Don Henley's "Boys of Summer", was ein nettes Ende des Albums ist. Beim Artwork der CD haben Rydell auch alles richtig gemacht, die Einfachheit des Design ist gut auf die Farben des booklets abgestimmt. Rydell sind auf alle Fälle interessant für Liebhaber von hot Water Music, Liftime, Braid, Samaiam oder Cap'n Jazz. – Anspieltips:
""Cut To End", "Ground Never Held Me" Dies ist die erste Veröffentlichung einer "All Star Band" aus Rom, denn The King besteht aus Mitgliedern von italienischen Szenegrössen wie Face The Fact, The Difference und Coloss. Die sechs Stücke orientieren sich an einem Sound der irgendwo zwischen "Schreihals" Rock mit 80'er Hardcore Einflüssen und ein kleines bisschen Hard Rock. Die Presse Info beschreibt The King als "Rock'n'Screamo", irgendwo zwischen J.R. Ewing, Turbonegro, Orchid und Black Flag mit der Energie der oben genannten italienischen Bands. Ich finde die MCD überzeugt, besonders das experimentelle Instrumental "Life In A Low-Fi Song" mit dem Klavier ist schön. Außerdem ist auf der CD noch ein versteckter Bonustrack. Das Artwork sieht stylisch aus und ist gelungen. The King werden im Mai durch Europa touren und sind, meiner Meinung nach, ein Abend wert. - Rating:
7.5/10 Aleda
"On The Lips Of Disaster" MCD (self released) Tadellose Platte einer seit fast 10 Jahren bestehenden Band aus Bern.
Unter der weisen Aufsicht von keinem geringeren als Serge Morattell
(Knut, Brazen, Shora, Tantrum etc) entstand ein 10 Track Album voller
"finest alpine distortion". Nette Umschreibung dessen was
die Herren aus dem Schokoladenland auf "Loess" zelebrieren.
Der Band Name klingt super, der Album Titel auch und die Musik ist es
sowieso. Die Produktion klingt fein und noisig, hat definitiv etwas
von ihren Landsmännern Knut. Eine richtige Beschreibung der Musik
gestaltet sich nicht leicht, auf alle Fälle kann man als eine gelungene
Mischform aus Noiserock und Metal, mit dem Drive von etwas Hardcore,
beschreiben. Eine feine dichte Klangwand aufzubauen, darauf verstehen
sich die Schweizer ausgezeichnet. Irgendwo habe ich gelesen, dass viele
der Stücke auf "Loess" aus der gesamten Schaffensfase
der Band stammen, doch beim durchhören des Albums kommt man nicht
unbedingt darauf. Denn die 10 Tracks klingen ausnahmelos wie aus einem
Guss. Das liegt sicherlich an der für Moratell typischen Produktion,
aber andererseits muss man klar festhalten, dass es an den Unholden
selber liegt. Schaffen sie es doch aussagekräftige und atmosphärisch
– druckvolle Lieder zu schreiben. Die Aufmachung der CD sieht
richtig stylisch aus, in viel Silbergrau und Schwarz. Ich denke, ich
habe ein würdiges Album des Monats gefunden.
Schwer
begeistert bin ich von dieser neuen 27 EP und im Gegensatz zur US Version
ist auf dieser noch der Song "Night" enthalten. Die Aufmachung
der CD ist sowohl farblich als auch vom Design her wirklich gelungen,
allerdings ist statt Booklet nur ein beidseitig bedrucktes Inlay enthalten.
Das Artwork hat, nicht weiter verwunderlich, Aaron Turner gestaltet.
Er ist außerdem zusammen mit Jeff Caxide von Isis auch auf "Let
The Light In" zu hören. Jeder der sieben Lieder strahlt eine
eigentümlich Schönheit aus, die schwer zu beschreiben ist.
Ohne die Stimme von Maria Christopher die mit ihrem Gesang die Stimmungen
und die Emotionalität trägt und über jeden einzelnen
Song transportiert, wären 27 kaum möglich. Zu Beginn der EP
klingen die Stücke noch relativ einfach poppig und rockig, doch
mit dem dritten Song ändert sich das. Denn das geniale "Make
Love Not War" wirkt mehr "beat-driven" und die elektronischen
Elemente und Loops erzeugen eine eigentümlichere Atmosphäre
als die beiden ersten Stücke. Alles wirkt sehr zurückgelehnt
und sanft. Dem Presseblatt ist zu entnehmen, dass 27 als eine Mischung
aus Portishead und Neil Young bezeichnet werden und außerdem gerne
mit PJ Harvey, Fiona Apple, Aimee Mann und Fleetwood Mac verglichen
werden. Wer oben genannte Musiker schätzt, wird evtl. Gefallen
an 27 finden. Die Stimmung die 27 schaffen erinnert mich auch Portishead,
zur "Dummy" Zeit und an das "Oceanic" Album von
Isis. Ein weiteres Highlight von "Let The Light In" ist das
dynamische "April", in dem im Refrain Turners typischer Isis
Geschreigesang zu hören ist. Die Flöten zu Beginn und die
elektronischen Klanglandschaften und Samples erzeugen eine dramatisch
mystische und düster schöne Stimmung. Diese EP ist grossartig
und man darf wirklich auf das nächste Album gespannt sein. - Record
Reviews September to December 2004: And The Winner Is "The Punch And Judy Show" CD (Rockhit Records)
Die
fünf Hannoveraner von And The Winner Is scheinen gerne zu skaten,
das vermittelt mir zumindest das Artwork des Digipacks. Zum skaten sind
die 12 treibenden und straight nach vorne gehenden emotionalen Punkrock
Kracher bestimmt auch gut geeignet. Die Portion Pop dazu macht "The
Punch And Judy Show" zu einer mehr oder weniger packenden und eingängigen
Sache. Ich erwähne es ja immer wieder gerne: so was höre ich
zum Auto fahren bei schönem Wetter! Streckenweise wird's etwas
melancholischer, in den Texten geht's ja auch um allerhand Liebes –
und Freundschaftsgeplänkel. Das ganz normale Leben eben. Die Produktion
klingt kompakt, etwas zu sauber vielleicht, aber das ist der Pop und
Pop im Sinne des skatens (Skater ihr wisst was ich meine!) haben And
The Winner Is!
Indianola
Records haben gerade ein Händchen für Bands die die Mischung
aus emotionalem Schreigesang und härteren Facetten wohl ganz erfolgreich
beherrschen. Zumindest wurden die Songs von Across Five Aprils, ähnlich
wie bei ihren Labelkollegen von Oddproject, oft heruntergeladen, im
Falle von Across Five Aprils über 150.000 Mal. "Living In
The Moment" featured 5 neue Lieder der Band und "Answers In
The Eyes" vermittelt von Across Five Aprils so ziemlich alles was
man wissen muss: Melodische Melodien und Gesang gepaart mit härteren
Schreiattacken und schwererem Riffing. Die Touren mit u.a. Glasseater
und Calico System haben sicher auch musikalisch ihre Spuren hinterlassen
und wer genannte Bands mag, kann ja auch hier mal reinhören. Viel
Spass. -
Colorbox
sind eine weitgehend unbekannte Band aus Zürich die sich dem emotionalen
Rock mit eingängigen Melodien in die Gehörgänge vorarbeiten.
Gelingt ihnen gut, nach ein – zweimal hören kann man bei
Bedarf die 4 (+ eine Extended Version) Tracks auf "State Of Mind"
einfach mitsingen. Der melancholische Gesang von Steff Kerkhof erinnert
mich streckenweise sogar an Rival Schools Kopf Walter Schreifels. Und
das meine ich als Kompliment! Musikalisches Können haben alle vier
Mitglieder von Colorbox bereits in diversen anderen Bands erlernt, und
so klingt es auch. Zwar klingen die Lieder auf "State Of Mind"
strukturell eher einfach, aber das muss man der Band glücklicherweise
nicht negativ auslegen. Die Aufnahme klingt sauber und klar, und die
Aufmachung der MCD ist ebenso gelungen. "State Of Mind" ist
direkt über die Band Website erhältlich: colorbox.ch
Gut
die Promo-CD ist zwar nur ein "Rough Mix" des neuen Album,
aber allzu gross werden die Unterschiede nicht sein. Wichtig ist auch
nur, dass "Salvation" mit Abstand das ausgefeilste Werk der
sieben (!) Schweden ist. Die 8 düsteren Tracks sind bei einer Spielzeit
von fast 74 Minuten entsprechend lang und zäh. Was mir wesentlich
besser als auf "The Beyond" gefällt: der Sänger
hält sich zurück und das auf "The Beyond" irgendwann
nervende Geschrei passt auf "Salvation" besser. Die vielen
Instrumentalpassagen gefallen mir. Die Melodien sind schön und
teilweise theatralisch, aber das darf es auch ruhig so sein. Das Wechselspiel
zwischen laut und leise, verzweifelt und befreiend, beherrschen die
Herren aus dem im kalten Norden liegenden Umea weitgehend grandios.
"Salvation" ist Musik für den Herbst und Winter, "Salvation"
ist Musik für die Traurigen, und für all jene die auf episch
majestätische Klanglandschaften stehen. Und für alle Vinylfreunde
ist "Salvation" als schicke
Als
Electronic DJ hat sich David Kosten einen Namen und "Colder Colder"
war das Debut seines Projektes Faultline. "Your Love Means Everything"
ist eine Widerveröffentlichung, die eigentlich nur in England erhältlich
ist, aber ihren Weg dennoch zu mir gefunden hat. Im Gegensatz zum Original
wurde di Titelwahl verändert. Für mich klingt "Your Love
Means Everything" jedenfalls so sehr homogen. "Your Love Means
Everything" ist eine dunkle, teilweise ziemlich bedrückende
Platte, die sich aber durch eine eigentümliche Schönheit auszeichnet.
Als Sänger haben auf "Your Love Means Everything" u.a.
folgende Grössen mitgewirkt und damit gesorgt, dass dieses Album
ein wahres Kleinod ist: Michael Stipe (R.E.M), Chris Martin (Coldplay),
The Flaming Lips, Ras B... Viele elektronische Instrumetals, Spielereien
und Zwischenspiele sorgen für die ruhige, dunkle und tiefe Stimmung
die "Your Love Means Everything" ausmacht. Schade nur, dass
ich irgendwie ahne, dass die Widerveröffentlichung nicht unbedingt
mehr Erfolg haben wird. Vielleicht ist "Your Love Means Everything"
aber auch einfach zu speziell. Kaufen das gute Trip Hop Stück,
kaufen!
Normalerweise
tue ich mich mit Metalcore ja inzwischen bekannterweise eher schwer,
doch diese Satansbraten gefallen mir so zum nebenher hören doch
ziemlich gut. Liegt mit Sicherheit aber auch an der perfekt –
wuchtigen Produktion von Eric Rachel (Atreyu, The Dillinger Escape Plan,
God Forbid). Aufgenommen wurde "Villainy & Virtue" in
den renommierten Trax East Studios. Musikalisch geboten wird eine bunte
Mischung (ja in etwa so bunt wie das Cover) aus Hardcore, Death –
und den typischen Götheborg Riffs (At The Gates!), die auch Darkest
Hour so gerne zelebrieren. Das Coverartwok ist gelungen und die Schlange/
Adler Symbolik kommt mit Musik wie dieser deutlich zum tragen. 12 stampfende
Songs und wer gerne hin – und wieder mal einen Faustschlag in
die Magengegend will, sei mit diesem 10 Track Album gut beraten. -
Warum
auch immer, ich mag Evergreen Terrace und auch trotz dieses Releases
bleiben mir die Jungs aus Jacksonville, Florida, sympathisch. Vielleicht
auch weil sie in den Linernotes der CD unverholen zugeben, dass ein
Grund diese Platte zu machen einfach am Geld lag, da sie ja auch neues
Equipment brauchen und konnten und so. Auf dieser CD mit dem bezeichnenden
Titel "At Our Worst" ist einiges Live Zeugs, so wie Demo Tracks
(O-Ton der Band "They suck"), ein unveröffentlichter
Song und ein Smashing Pumpkins Cover ("Zero"), das ebenfalls
live aufgenommen wurde. Ach ja, dies ist die erste Veröffentlichung
von Handofhope Records. Trotzdem, ich mag Evergreen Terrace immer noch.
Es
gibt sie also doch noch, gute und sehr interessante Platten aus Deutschland
und "Hardcore Aus Der Ersten Welt" von Japanische Kampfhörspiele
gehört dazu! Sie präsentieren dem Hörer auf technisch
hohem Niveau und sehr versiert bei der Sache eine skurrile Mischung
aus Death Metal, Grind, Crust und Punk. Und diese Mischung ist derb
zynisch, sarkastisch und sozialkritisch. Hier sieht jemand ganz genau
hin, auf unsere schöne Erste Plastikwelt. Titel wie "Im Schlafanzug
Zu Plus" oder "Verpackt In Plastik" lassen erahnen um
was es geht. Ja ja unsere perverse und irgendwie so kranke Konsumwelt.
Super Platte mit tollen Ideen, Texten, Artwork sowieso, und beeindruckendem
Zusammenspiel der Instrumente. Einzig, die grunzende Stimme mag ich
nicht. -
Kruger
stammen aus dem schweizerischen Lausanne. Mit "Cattle Truck"
legen sie ihr zweites Album vor, welches klare Entombed und allerlei
Sludge Einflüsse aufweist. Die acht Lieder sind rauh und haben
einen tonnenschweren Groove, der mich irgendwie an Mastodon erinnert,
aber mit mehr Melodie. Dafür sorgen die teilweise clean gesungenen
Parts, die ich als grossen Pluspunkt von Kruger sehe. Wie bei schweizerischen
Bands meist üblich, hat auch "Cattle Truck" eine ordentliche,
wuchtige Produktion. Gemixed wurde "Cattle Truck" von Fredrik
Nordstrom (Dimmu Borgir, In Flames, At The Gates etc.) und mastered
von Peter In De Betou (Entombed, Nine, Dismember, In Flames etc.). Qualitätsarbeit
sozusagen. Von Depeche Mode wird ausserdem "I Can Feel You"
gecovert. Herrausragend das instrumentale "The Drive Run"
am Schluss des Albums. Für Fans von Mastodon, Isis, Eyehategod
und Entombed.
Ok
an diesem Album werden sich die Geister scheiden, und ganz sicher ist
sich auch meiner nicht. Erstmal absolut schreckliches Coverartwork,
das nur darauf abzielt möglichst viele CDs im Blink182 Metier zu
verkaufen (hallo Teenies?). Porcell, ich hätte dir mehr Geschmack
zugetraut, oder hätte ich ihm auf seine alten Tage doch genau DAS
zugetraut. Sich nochmal dick verkaufen um mit der eigenen Mucke (nach
dem eher blamablen Ende von Shelter) den grossen Reibach zu machen.
Gönnen würde ich es ihm allemal! Also Last of The Famous ist
also Porcells (Youth Of Today, Judge, Gorilla Biscuits, Shelter etc.)
neues altes Pop-Punk Ding, denn schon vor etwa 3 Jahren hat Porcell
ein grosses Label gesucht, dass diese Songs möglichst gross rausbringt.
Rausgebracht hat "The Music Or The Misery" schließlich
Fourfivesix Entertainment, das Label des MTV Moderators Carson Daly.
Nützen wird das wenig, denn Last Of The Famous werden meiner Einschätzung
nach nicht das nächste dicke Ding werden. Sorry Porcell. Das Line-Up
auf "The Music Or The Misery" ist, bis auf Ray Cappo, exakt
die Band Shelter vom Jahre 2000 und ihrer damaligen Europa Tour. Nur
die Rollen haben sich teilweise gewechselt. Der damalige schwedische
Basser singt, während "Supergrass" von der zweiten Gitarre
zum Bass gewechselt ist. Ansonsten alles beim alten: Porcell an der
Klampfe und Alex Garcia-Rivera (Better Than A Thousand etc.) an den
Drums. Die Musik gefällt mir eigentlich ganz gute, belangloser
netter Pop-Punk in 13 Songs. Allerdings ist der Gesang auf den ersten
Liedern grauenhaft, das ändert sich aber mit laufender Spielzeit
zum Guten. Textlicg geht's um irgendwelchen billigen Liebesrotz, anders
kann man es leider nicht sagen. Macht Spass im Auto zu hören. Also
bleibt abzuwarten was aus Last Of The Famous wird. -
Mare
sind für mich die neue Hoffnung der schweren Musik aus dem Hause
Hydra Head. Ich bekomme bei den Songs von Mare ein entfernt ähnliches
Gefühl wie bei Bloodlets Meisterwerk "The Seraphim Fall".
Obwohl man beide Bands nicht so miteinander vergleichen kann. Um das
Manko gleich vorweg zunehmen, das einzige was ich nicht so richtig mag
ist die Produktion, die ist mir etwas zu steril und blechern. Da könnte
noch mehr Wucht, Dichte und Druck dahinter. Aber kommen die Songs nicht
vom ersten Demo!? Sänger Tyler hat jedenfalls schon der Relapse
Band The End sein Stimmchen geliehen, allerdings geht die Musik von
Mare deutlich in eine andere Richtung der schweren Musik. Das Artwork
der MCD hat, wie üblich bei Hydra Head Bands, Aaron Turner gemacht.
Sieht schick aus, ist aber nichts wirklich besonderes, aber schön
auf glossy paper. Die Songs sind gleichzeitig zerstörend, mit tonnenschweren
Attacken voller Aggression, schierer Gewalt, tollen Songstrukturen und
Melodiebögen. Was macht Mare besonders, was hebt sie von anderen
Heavy Bands ab? Nun, es sind die Chöre die immer wieder vorkommen...
fast schon lieblich süss, und orchestral – schön melodiös
und extraordinär. Auf das 2005 auf Hydra Head erscheinende Album
bin ich sehr gespannt, denn da erwarte ich eine ausgefeiltere Produktion
und mehr als exakt 24 Minuten und 26 Sekunden. -
Oddproject
kommen aus Huntington Beach, CA und sind regional ziemlich erfolgreich.
Ihre vorherigen 3 EPs haben sich über 10.000 Mal verkauft, außerdem
wurden ihre Lieder bei diversen Downloadplattformen über 200.000
Mal heruntergeladen. "The Second Hand Stopped" ist eine interessante
und innovative Mischung aus Metal, Hardcore und Emo. Vorallem die emotionale
Seite von Oddproject gefällt mir: netter Gesang mit dann und wann
reizenden Melodiebögen und metallischen Licks. Einzig, dass Indianola
Records kein Artwork etc. mit ihren Promoexemplaren rausschicken nervt
mich, warum so wenig Mühe!? Muss man sich ja dan über Punkteabzug
nicht wundern – denn eine Veröffentlichung kann so leider
nicht als Ganzes betrachtet werden. -
Das
das Artwork und Design aus der Hand eines Mädels stammt sehe ich
auf Anhieb und ein Blick in die Linernotes hat mich auch bestätigt.
Nicht ganz mein Geschmack irgendwie, aber zur Musik passts und das ist
schließlich auch nicht schlecht. Die 13 Songe auf "Faster
Than The World" sind eine wilde Mischung aus Emo, Punkrock und
einigen Hardcore Elementen. Nachdenkliche, stillere Parts wechseln mit
rockenden, groovenden und immer melodischen Melodien. Das Manko für
mich liegt in der Produktion: Mir ist die Stimme zu sehr in den Vordergrund
gemischt, das Verhältnis zu den anderen Instrumenten könnte,
wie eben die gesamte Produktion, feiner sein. Allerdings ist es sicher
die Absicht der fünf deutschen Nordlichter, dass "Faster Than
The World" laut klingt und sich nicht gerade verstecken muss. Mit
Bands wie den Donots können One Fine Day locker mithalten und ihre
Ohrwürmer mit Hitcharakter wie "Sticks&Stones" oder
"Punkrock Sucks" laden live die Massen bestimmt zum mitsingen
ein. Da geht was!
The
Heartbreak Motel hauen dem geneigten Hörer in etwas über 30
Minuten 9 rockende, dreckige Punk Rock Kracher um die Ohren. "Nine
Lives Of A Tiger Cat" erinnert mich an irgendeine Schweden Band...
ich komme nicht drauf. Na ja egal, in "Song For Alan And The Rest
Of The Gang" wird's kurz besinnlicher, emotionalere Facetten der
Band werden geschickt in Szene gesetzt. Danach aber geht's wieder ab,
und das Gaspedal wird weitgehend durchgetreten. Das Coverartwork und
die Gestaltung des Booklets steht der Musik in fast nichts nach... und
Blut fliesst auch. Die Singleauskopplung "The Motivator" ist
ab – und an auch im TV mit Videoclip zu bewundern. Also, let's
rock, let's roll!
Gleich
die ersten beiden Stücke auf "Welcome To The North",
namentlich das Titelstück sowie "Freedom Fighters" sind
richtige Hits beziehungsweise Ohrwürmer. Robert Harveys Stimme
klingt so wunderbar harmonisch, man hört deutlich U2, ein wenig
Janes Addiction und Led Zeppelin immer wieder auf "Welcome To The
North" heraus. Allerdings lässt das Album gleich nach den
beiden ersten Stücken nach, was nicht heißt das die anderen
Songs umbedingt weniger eingängig wirken, "Breakin" ist
da so ein Beispiel. Die 11 Lieder sind ausnahmelos ziemlich glatt produziert
und der Stil des gesamten Albums ist auch eher gerade nach vorne, als
sich im Kreise drehend verspielt. Laut klingt "Welcome To The North",
im Stadion präsentiert, bestimmt genau das richtige für die
Massen. Aber auch die ruhigeren Passagen schaffen sanfte Stimmungen
die vorwiegend von Harveys herausragender Stimme getragen werden. Als
ich mir das schöne und gelungen designte Booklet dann noch so durchsehe,
fällt mir auf der Rückseite die "FBI Anti Piracy Warning"
auf. Phantastisch auf was für Ideen die Amis immer kommen (haha)...
Dies
ist der nette Versuch eine Compilation guter Bands do it yourself mässig
unter's Volk zu bringen und zu zeigen, dass es eine vitale Underground
Szene gibt. Verantwortlich dafür ist u.a. Dave von Transmission0.
Die Aufmachung gefällt mir, die Auswahl der Bands ist ok, alles
Bands aus den Niederlanden. Alle Bands haben diese CD gemeinsam finanziert
und der Preis von 5 € für ebendiese ist dann doch erschwinglich
für jedermann. Folgende Bands sind (bis auf ...And Martin On Drums)
mit je 2 Songs auf dieser unterstützenswerten CD enthalten: Troublelovesus,
Kill.Caress, Dead Rivers, Transmission0, Stockholm Syndrome, Craven
Screaming, Heartfelt, und Franky And The Wonderboys. Der jeweils zweite
Song jeder Band ist bis dato unveröffentlicht. -
|
||||||||||||||||||||||||||||||